Paderborn/Berlin. Das war ein Höhepunkt der diesjährigen Laufsaison: Haile Gebreselassi läuft einen Fabel-Weltrekord und Irina Mikitenko läuft neuen deutschen Rekort und ist damit viertschnellste Marathonläuferin der Welt in diesem Jahr.
Am 26.09.08 sind wir von Paderborn aus gestartet. In Berlin angekommen ging es zunächst zur Sport- und Gesundheitsmessse „BERLIN VITAL“, die erstmals im neuen Messestandort im Kabelwerk Siemens stattfand. Hier haben wir unsere Startunterlagen abgeholt und uns dann davon überzeugt, was mehr als 160 Aussteller aus den Bereichen Ausdauer, Medizin, Fitness, Reisen, Sportartikel und Accessoires zu bieten haben.Im Anschluss an den Messebesuch wurden im Park-Hotel Blub die Zimmer bezogen.
Am späten Nachmittag ging es mit der U-Bahn Richtung Alexanderplatz, um von dort aus im Bereich Hackescher Markt, Hackesche Höfe, Oranienburger Straße, das „Berliner Nachtleben“ zu genießen.
Am Samstagvormittag stand der traditionelle Frühstückslauf auf dem Programm. Wer daran teilnimmt, bekommt schon mal einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Marathonatmosphäre. Der Kurs führt vom Schloss Charlottenburg über 6 km zum Olympiastadion. Mit ausgelassener Stimmung, Vereins-, Stadt- oder Landesfahnen, farbenfrohe Sportbekleidung, aber auch Sport-Verkleidung, setzte sich der Läuferpulk um 09.30 Uhr „janz langsam“ in Bewegung. Bis zum Startschuss wurde die Stimmung von einer Samba-Band und einer Cheerleadergruppe angeheizt.
Mit dem Startschuss stiegen zigtausend Luftballons in den strahlend blauen Himmel. Knapp 40 Minuten dauerte dieser Lauf. Nach dem Durchlaufen des Marathon-Tores und einer kurzen Runde auf der blauen Laufbahn im Olympiastadion lud der Titelsponsor „real“ zu einem Powerfrühstück ein.
Für den Nachmittag hatten wir eine 1,5 stündige Spreefahrt eingeplant. Dadurch wollten wir unsere Muskulatur schonen und uns gleichzeitig vom Schiff aus einige schöne Ecken von Berlin ansehen. In der Tat, ab dem „Haus der Kulturen der Welt“ haben wir vom Wasser aus große Teile der neuen und alten Architektur Berlins entdecken können. Nikolaiviertel, ehem. Palast der Republik, Berliner Dom, Alte Nationalgalerie, Neues und Altes Museum, ARD-Hauptstadtstudio, Paul-Löbe-Haus, Berlin-Hauptbahnhof, Bundeskanzleramt, Fernsehturm, Innenministerium, Lessinghaus, Hansabrücke, Moltkebrücke, Bundespresseamt u.v.a.m. haben wir gesehen.
Ein Spaziergang vorbei am Reichstag, durch das Brandenburger Tor, entlang der Straße „Unter den Linden“ bis zu den Hackeschen Höfen wurde im Anschluss an die Spreefahrt unternommen. Nach dem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant nahe der jüdischen Synagoge ging es per U-Bahn zurück zum Hotel.
Bereits kurz vor 06.00 Uhr am Marathon-Tag war die Nacht zu Ende. Frühstücken, Koffer in den Bus und los ging es mit unserem Bus um 07.15 Uhr in Richtung Start-Ziel-Bereich am Platz der Republik.
Nach dem wir unsere Kleiderbeutel abgegeben hatten, begannen die letzten Startvorbereitungen: Toilette, kurzes Warmlaufen, lockern der Muskulatur, Toilette, Aufstellung nehmen im Startbereich, Toilette, Warten auf den Startschuss, Start. Etwa um 09.20 Uhr wurde unsere Startgruppe auf die Strecke gelassen. Der Berlin-Marathon ist für sein schnelles Pflaster bekannt und ist alljährlich Anziehungspunkt für viele Top-Athleten und vor allen Dingen Hobbyläufern. In diesem Jahr waren erneut über 40.000 Läufer/innen aus 107 Nationen am Start. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Weltbestleistungen und Weltrekorde aufgestellt. Weltklasse ist aber auch die stimmungsvolle Atmosphäre. Die Läufer/innen lassen sich von der Begeistungswelle der über eine Million Zuschauer anstecken und beflügelt durch die musikalische Unterstützung regelrecht ins Ziel „tragen“ ca. 60 Bands veranstalten ihren „Musik-Marathon“ entlang der attraktiven City-Strecke. Nicht unerwähnt bleiben darf auch der Hinweis, dass die Verpflegung und die Medizinische Betreuung der Marathonis auf der Strecke vorbildlich waren.
Als wir „Unter den Linden“ den Kilometer 41 erreicht hatten und das Brandenburger Tor in Sichtweite kam, wurden die letzten Kräfte mobilisiert, um dann 400 m nach dem Durchlaufen des Brandenburger Tores vorbei an den Ehrentribünen erschöpft aber glücklich im Ziel zu sein.
Nach dem Lauf haben wir uns in einem Alt-Berliner-Wirtshaus getroffen, gegessen, getrunken, erste Lauferfahrungen ausgetauscht und sind dann gegen 17.00 Uhr wieder Richtung Heimat gestartet. Ein tolles sportliches Wochenende war um 23.00 Uhr beendet.
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